Ökobilanz-Wissen – kompakt erklärt
Alles was Sie über Gebäudeökobilanzen wissen müssen: Grundlagen, Normen, Pflicht 2030 und die Verbindung zur KfW-Förderung. Verständlich erklärt von unseren Experten.
Was ist eine Gebäudeökobilanz?
Eine Gebäudeökobilanz (LCA – Life Cycle Assessment) berechnet die Umweltwirkungen eines Gebäudes über den gesamten Lebenszyklus – von der Herstellung der Baumaterialien bis zum Rückbau. Die Norm DIN EN 15978 definiert den Standard für Europa.
Treibhausgaspotenzial (GWP)
Der wichtigste Indikator: Wie viele kg CO₂-Äquivalente entstehen über den Lebenszyklus des Gebäudes? Bilanziert werden Herstellung, Transport, Betrieb und Entsorgung aller Bauteile.
Graue Energie
Die in Baumaterialien gespeicherte Energie (Module A1–A3) wird als „graue Energie" bezeichnet. Sie kann 30–60 % des gesamten CO₂-Fußabdrucks ausmachen – und bleibt im Energieausweis unsichtbar.
Norm: DIN EN 15978
Die europäische Norm definiert Methodik, Systemgrenzen und Berechnungsregeln für Gebäudeökobilanzen. Alle unsere Ökobilanzen werden nach dieser Norm erstellt.
Datenbank: ÖKOBAUDAT
Die offizielle Ökobilanzdatenbank des Bundesministeriums enthält Umweltkennwerte für Tausende von Bauprodukten. Basis für alle normativen Ökobilanzen in Deutschland.
Weitere Wissensthemen
Ab 2030: Ökobilanzen werden Pflicht
Die EU-Gebäuderichtlinie schreibt vor, dass ab 2030 für alle neuen Gebäude ein CO₂-Fußabdruck über den Lebenszyklus nachgewiesen werden muss. Deutschland setzt die Richtlinie bis 2030 um.
DIN EN 15978 – der Standard für Europa
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