CO₂-Fußabdruck für Ihr Gebäude berechnen

Der Treibhausgasfußabdruck eines Gebäudes umfasst weit mehr als den Energiebedarf im Betrieb. Wir berechnen den vollständigen CO₂-Fußabdruck über den gesamten Lebenszyklus nach DIN EN 15978.

CO2 Fußabdruck Gebäude berechnen
Was bilanziert wird

Der vollständige Lebenszyklus – Module A bis D

Die Gebäudeökobilanz nach DIN EN 15978 bewertet alle Phasen des Gebäudelebenszyklus – nicht nur den Betrieb, sondern auch die graue Energie in Baumaterialien.

Module A1–A3: Herstellung

Rohstoffgewinnung, Transport und Herstellung aller Baumaterialien und Bauprodukte. Dies ist oft der größte Anteil am Gesamt-CO₂-Fußabdruck – die sogenannte „graue Energie".

Modul A4–A5: Errichtung

Transport zur Baustelle und Baustellenbetrieb. Bei modernen Bauprojekten oft ein kleinerer Anteil, dennoch Bestandteil der vollständigen Bilanz.

Modul B6: Betriebsenergie

Energieverbrauch im Betrieb über die Nutzungsdauer (i.d.R. 50 Jahre). Heizung, Kühlung, Warmwasser und Hilfsenergie. Berechnet auf Basis des Energieausweises.

Module C & D: Entsorgung & Recycling

Rückbau, Transport und Entsorgung am Ende der Nutzungsdauer. Modul D zeigt das Recyclingpotenzial der Materialien – kann die Bilanz deutlich verbessern.

Einsatzbereiche

Wofür wird der CO₂-Fußabdruck gebraucht?

KfW-Förderung (QNG)

Pflichtnachweis für KfW 296, 297 und 298. Der Treibhausgasnachweis ist Voraussetzung für den Klimabonus und die höheren Kreditbeträge.

DGNB-Zertifizierung

Kernbestandteil von ENV1.1. Ein optimierter CO₂-Fußabdruck wirkt sich direkt auf den DGNB-Punktestand aus.

ESG & Investoren

Immobilieninvestoren und Projektentwickler benötigen Treibhausgasbilanzen für ESG-Reporting, EU-Taxonomie-Konformität und GRESB-Assessments.

Freiwillige Klimaziele

Bauherren, die klimaneutral bauen oder ihre CO₂-Emissionen ausweisen wollen, erhalten mit unserer Bilanz eine belastbare Grundlage für Kommunikation und Kompensation.

FAQ

Häufige Fragen zum CO₂-Fußabdruck

Was ist der Unterschied zwischen CO₂-Fußabdruck und Energieausweis?
Der Energieausweis bewertet nur den Energiebedarf im Betrieb (Heizung, Warmwasser etc.). Der CO₂-Fußabdruck nach DIN EN 15978 umfasst den gesamten Lebenszyklus – inklusive der grauen Energie in Baumaterialien. Für KfW und DGNB ist die vollständige Ökobilanz erforderlich.
Wie viel CO₂ hat ein typisches Wohngebäude?
Das hängt stark vom Bausystem ab. Massivbau (Beton/Ziegel) hat typisch 400–700 kg CO₂-Äq./m² BGF. Holzbau kann deutlich darunter liegen. Module D (Recycling) und erneuerbare Energie im Betrieb verbessern die Bilanz erheblich. Wir zeigen Ihnen die Potenziale.
Kann die Ökobilanz für Materialoptimierungen genutzt werden?
Ja – das ist eine der wertvollsten Anwendungen. Wenn wir früh im Planungsprozess einsteigen, können wir verschiedene Materialalternativen bilanzieren und helfen, die klimafreundlichste Variante zu wählen.
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